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Waller auf Taubenjagd !!!! La Paloma y Silurio !!!
Vom Jäger zum Sammler Mit dem Halibutpellet auf große Waller
Endlich ist es September geworden und wir freuen uns, auf ein neues Abenteuer in Spanien am Ebro in Sachen Wels.
Viele Angler in Deutschland sind irritiert, wenn wir über große Welse berichten, die in Spanien ausschließlich mit dem Pellet gefangen werden. Warum ausgerechnet mit Pellets und nicht mit einem Köderfisch? In einigen Internetforen werden Waller, welche mit einem Pellet gefangen werden verpönt. Dafür habe ich überhaupt kein Verständnis, wenn man die Nahrungsquellen der Welse kennt. Denn nicht nur der Köderfisch ist für den Wels interessant, sondern auch Muscheln, Krebse, Lauben, Frösche und alles was in einem natürlichen Wasser sonst noch vorkommt. Am Frankfurter Flughafen geht es für uns los, unser Flug geht nach Barcelona, wo ein Mietwagen auf uns wartet. Von dort aus geht es weiter nach Mequinenza, zur „Spanisch Fishing Lodge“, unserem Hauptquartier. Wie immer werden wir sehr herzlich von Thomas und seiner Frau empfangen. Es ist von großem Vorteil, wenn man vor Ort einen Guide hat, der weiß wie hoch der Wasserstand ist, und wo die Fische zu finden sind. Also laden wir erst mal unser Auto mit dem Nötigsten, und natürlich auch mit genügend Halibut-Pellets. Am nächsten Tag soll es losgehen, wir entscheiden uns für den Lake Caspe, dort hatten wir vor zwei Jahren schon ein gutes Fangergebnis. Am frühen Morgen machen wir uns auf und nach kurzer Zeit steht unser Tackle am Wasser. Jetzt heißt es warten, das gehört beim Angeln schließlich dazu. Doch so ein Angeltag geht schnell vorüber und wir müssen leider ohne einen Fisch den ersten Tag beenden. Mit neuem Mut geht es am zweiten Tag früh ans Wasser. Es ist 6.00 Uhr als die Sonne aufgeht, ein herrlicher Tag zum Fischen. Gegen 13.30 Uhr bekomme ich einen guten Biss auf meiner rechten Rute, der Anschlag sitzt. Doch schnell muss ich feststellen, dass da ein großer Bartelträger meinen Bait genommen hat. Er hat keine Mühe meiner Rolle die Schnur zu entreißen. Ich kann den Fisch leider nicht halten und nach kurzer Zeit steigt er aus. Schade, das war ein wirklich Guter und als ich mein Vorfach kontrolliere stellen wir zusammen fest, dass auch die Hauptschnur noch gut 2 m hinter dem Vorfach mit Wallerschleim behaftet ist. Jetzt sind wir guter Dinge, die Fische sind am Platz, doch ein weiterer Biss bleibt an diesem Tag aus.
Am dritten Tag hat der Wind stark zugenommen, ein gutes Zeichen? Leider nicht, wir müssen feststellen dass der Wind auch sehr anstrengend sein kann. Große Wellen erschweren uns das Ausbringen der Köder, dass ist echt nervig. Gegen Mittag müssen wir eine Entscheidung treffen, da unsere Urlaubswoche jetzt schon zur Hälfte vorüber ist. Uwe und ich sind für einen Platzwechsel! Zuvor hat uns Thomas noch zwei weitere Stellen verraten, wo sehr viele Fische zu finden sind. Wir fahren weiter flussaufwärts, am Dörfchen Caspe vorbei, bis ans Ende des Stausees Lake Caspe. Hier sitzen wir nun wieder direkt am Fluß Ebro. Schon nach Minuten ist für das geschulte Auge sichtbar, hier gibt es eine Menge Fische. Nach nur einer Stunde können wir zwei Welse auf unserem neuen Platz überlisten. Am nächsten Tag machen wir uns früh auf den Weg zu unseren neuen Angelplatz am Ebro. Der Tag beginnt mit viel Sonnenschein und blauem Himmel. Der Vormittag bleibt zunächst sehr ruhig, obwohl wir ständig die waller an der Oberfläche beobachten können, wie sie die Laubenschwärme einsaugen. So ein Schauspiel löst bei jedem Angler eine Gänsehaut aus. Am Nachmittag bekomme ich einen heftigen Biss, ohne Vorwarnung zieht der Kollege los. Mein Anschlag sitzt und auch dieses Exemplar hat keine Mühe mit meiner Bremse fertig zu werden. Beim Drill wird schnell klar, dass ist ein guter Fisch und als wir ihn auf die Matte ziehen können staunen wir nicht schlecht. 2,34 m mit einem Gewicht von 86 kg, der Wahnsinn! Nun war für mich der Urlaub gerettet und ich hoffe, dass mein Kumpel Uwe auch noch einen solchen Fisch an Land ziehen kann. Am dritten Tag die gleichen Symptome Uwe schlägt gnadenlos an und die Rute biegt sich bis ins Handteil voll durch. Und das gleich am frühen Morgen, 2,26 m mit 75 kg Gewicht, was soll uns da noch den Urlaub vermiesen? An diesem Tag konnten wir noch 7 weitere Fische fangen, davon zwei mit über 2 m Länge. Auf der Heimfahrt in unser Apartment ziehen wir eine erste Bilanz. Jeder von uns hat einen super Fisch gefangen, die Stückzahlen können sich auch sehen lassen und alles was wir am letzten Tag noch an den Haken bekommen könnten, ist reiner Bonus. Bonus ist gut gesagt, am letzten Angeltag konnten wir in 6 Stunden 6 Welse fangen, davon 5 Stück über 2 m. Der letzte Fisch an diesem Tag bescherte uns mit einer Länge von 2,25 m und ca. 75 kg Gewicht die absolute Krönung. Wir können nur bestätigen, dass die Pelletfischerei wirklich erfolgreich ist, wenn der Wels seine Futterorientierung darauf ausgerichtet hat. Im nächsten Jahr werden wir wieder zu Gast sein in Spanien, in der Spanisch Fishing Lodge zum Abenteuer Wels.
Petry Heil sagen
Uwe und Ingo
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